Mein Weg zu Bruno Gröning

Mein Weg zu Bruno Gröning begann am 23. März 1996 in Graz. An diesem Tag wurde ich im Freundeskreis als Heilungs- und Hilfesuchender in die Lehre Bruno Grönings eingeführt.

Das Phänomen Bruno Gröning muss ich an dieser Stelle nicht näher vorstellen. Über sein Wirken gibt es zahlreiche Bücher und Tonbandaufnahmen seiner Vorträge. Auf ihn aufmerksam wurde ich durch das Buch „Das große Buch vom geistigen Heilen“ von Harald Wiesendanger. Darin stieß ich auf einen Beitrag von Grete Häusler. Damals hätte ich mir nicht vorstellen können, dass sie mich bereits ein Jahr später bei der Herbsttagung in Geseke zum Tanzen auffordern würde.

Von Anfang an war mein Wunsch groß, alles über Bruno Gröning zu erfahren. Ich las jedes Buch, das ich finden konnte, und wurde bald in den engeren Kreis aufgenommen. Bereits am Tag nach dem Einführungsabend fuhr ich mit Freunden zur Lorberquelle, der heutigen Andritzquelle, die durch Jakob Lorber, den „Schreibknecht Gottes“, bekannt geworden ist.

Mein Wunsch war zunächst ganz einfach: gesund zu werden.

Am 13. Juni 1996 besuchte ich gemeinsam mit einem Freund das Grab Bruno Grönings in Dillenburg. Ich hoffte auf Heilung. Dabei begleiteten mich seine Worte:

„Vertraue und glaube, es hilft, es heilt, die göttliche Kraft.“

Ebenso wichtig wurde für mich ein anderer Satz:

„Nicht verlangen, sondern erlangen.“

Zwei Jahre lang besuchte ich regelmäßig die Gemeinschaftsstunden der Häusler-Gruppe, fuhr dreimal im Monat nach Graz und nahm an allen Tagungen teil. Später führte mich mein Weg nach Klagenfurt zu jenem Verein, der unter dem Einfluss Bruno Grönings am 6. Jänner 1958 gegründet wurde: dem „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen“.

Dort blieb ich bis zum Jahr 2010. Gegen Ende meiner Zeit im Verein war ich sogar kurzfristig Gemeinschaftsleiter von Graz. Danach zog ich mich vollständig zurück. Bruno Gröning blieb jedoch weiterhin mein geistiger und spiritueller Meister.

Bei Alfred „Fredy“ Hosp durfte ich vieles lernen. Obwohl er im Rollstuhl saß und auf die Unterstützung anderer angewiesen war, erfüllte er seine Aufgabe im Verein mit großer Hingabe. Er teilte seine persönlichen Erfahrungen mit Bruno Gröning und beeindruckte mich durch sein Wissen, seine Lebensfreude und seinen Humor.

Eine besondere Begebenheit ereignete sich bei der Weihnachtsfeier im Jahr 1999 in Klagenfurt. Carola Romwalter, unsere liebe „Lisl“, schenkte mir eine Jakobsmuschel. Sie erzählte mir, dass Bruno Gröning ihr diese viele Jahre zuvor mit den Worten übergeben hatte:

„Sie ist für ihn bestimmt.“

Diese Begebenheit berührte mich tief. Wie konnte Herr Gröning in den 1950er-Jahren wissen, dass ich Jahrzehnte später im Verein sein würde? Damals war dies für mich unvorstellbar. Heute sehe ich darin eine besondere Fügung.

Während meiner Zeit im Verein durfte ich Bruno Gröning in zahlreichen Träumen begegnen. In einem erhielt ich dabei die Zuversicht, dass meine Heilung kommen werde – jedoch zur rechten Zeit. Weitere Operationen seien noch notwendig. Für mich wurde dies zu einer wichtigen Erfahrung in Geduld und Vertrauen.

Seit vielen Jahren sehe ich Bruno Gröning als meinen geistigen Meister. Auf meinem Lebensweg durfte ich zahlreiche Erfahrungen sammeln, die ich nach und nach in meinem Buch festhalten werde.

Ich möchte diese Erlebnisse mit anderen Menschen teilen, um ihnen Mut zu machen und ihnen einen Einblick in meinen persönlichen Weg zu geben.

Auch unser Verein soll ein Ort des Austausches sein – für Menschen, die die Lehre Bruno Grönings kennenlernen möchten, ebenso wie für jene, die bereits eigene Erfahrungen damit gemacht haben.

Wie Bruno Gröning zu Lebzeiten sagte:

„Aufzuhalten ist es nicht.“