Robert & Regina

Regina hat entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Verein überhaupt Wirklichkeit werden konnte. Rainer Osinger sagte einmal zu mir: „Deine Bücher sind deine Kinder.“ Dieser Satz hat mich tief berührt. Doch jedes Kind braucht Liebe, Geborgenheit und jemanden, der an es glaubt. Durch Reginas liebevolle Unterstützung durfte ich den Mut finden, Gesicht zu zeigen und meine Bücher mit Freude und Überzeugung den Menschen zu präsentieren.

Es gibt Begegnungen, die das Leben verändern. Unsere begann im Jahr 2018. Seit diesem Tag verbindet uns das Band der Liebe – ein Band, das mit jedem gemeinsamen Schritt und mit jeder Herausforderung stärker geworden ist. Aus dieser Liebe entstand nicht nur unser gemeinsamer Lebensweg, sondern auch der Verein „Lesezauber“. 

Den 2. Februar, den Tag von Mariä Lichtmess, habe ich deshalb ganz bewusst als Gründungstag gewählt. Ich bin ein Frühlingskind. Wenn die Natur erwacht, die ersten Knospen ihre Blüten öffnen und neues Leben sichtbar wird, spüre ich selbst neue Kraft und neue Hoffnung. Der Frühling erinnert mich jedes Jahr daran, dass nach jedem Winter ein Neubeginn möglich ist.

Regina hingegen ist ein Herbstkind. Sie liebt die warmen Farben der Blätter, die stille Schönheit der Natur und die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit: Buntes raschelndes Laub, goldenes Licht, glänzende Kastanien. Ein Hauch von Vergänglichkeit liegt in der Luft. 

Zeit zum Innehalten, für Rückzug … und für Bücher. So unterschiedlich Frühling und Herbst auch erscheinen mögen – beide erzählen vom Wandel des Lebens und beide haben einen festen Platz in unseren Herzen.

Mariä Lichtmess steht seit jeher für die Rückkehr des Lichts. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens und des Neubeginns. Genau dieses Licht möchten wir mit unserem Verein weitergeben. Mögen alle Leserinnen und Leser unserer Homepage ein wenig davon in ihrem Herzen mitnehmen und daraus Kraft für ihren eigenen Lebensweg schöpfen.

Das Schreiben wurde zu meinem persönlichen Weg zurück ins Leben.

Im Jahr 2014 bemerkte ich plötzlich, dass ich zu vergessen begann, selbst an die einfachsten Worte konnte ich mich nicht mehr erinnern. Von diesem Augenblick an wurde mein Schreibtisch Abend für Abend zu meinem treuen Begleiter. Dort begann ich, Wort für Wort mein Innerstes aufzuschreiben. Ohne es damals zu ahnen, schrieb ich mich Schritt für Schritt zurück ins Leben.

Heute sind daraus mehr als zehn Bücher und viele Tausend geschriebene Seiten entstanden. Es gibt wohl kaum einen Gedanken, der nicht schon einmal von einem Menschen niedergeschrieben wurde. Und doch entstehen jeden Tag neue Worte, weil jeder Mensch seine eigene Geschichte, seine eigenen Gefühle und seine eigene Sicht auf das Leben mitbringt. Wenn ich zur Ruhe komme, beginnen meine Gedanken zu fließen. Zuerst halte ich sie auf meinem Handy fest, später finden sie ihren Platz am Computer – und schließlich auch den Weg in ein neues Buch.

Regina war gerade anwesend als ich mein erstes in den Händen hielt, es war ein unbeschreibliches Gefühl. So viele Stunden waren an Arbeit notwendig.

Uns verbindet auch die Liebe zum Lesen.

Regina hat schon als kleines Kind mit großer Begeisterung gelesen. Wo sie in magische Welten, abenteuerliche Geschichten voller Helden und Heldinnen, tierischer und menschlicher Gestalten eingetaucht ist. Nicht selten war sie dabei in ihrer Fantasie die Hauptperson dieser Abenteuer.

Bücher waren für sie Fenster in andere Welten, Begleiter ihrer Fantasie und treue Freunde. Die Liebe zu Büchern ist ihr geblieben, auch wenn es heute beruflich mehr Sachbücher, Ratgeber in Sachen Gesundheit und persönlicher Entwicklung sind.

Kinderbücher: wie Rambambuli und Emmerichs Tag, verbinden sie auch heute noch mit ihrer kindlichen Natur.

Ich selbst entdeckte das Lesen erst mit 23 Jahren. Davor las ich nur das Allernotwendigste und sagte oft scherzhaft: „Warum lesen? Es gibt doch Filme.“ Heute muss ich darüber schmunzeln. Denn als ich begann, Bücher wirklich zu lesen, erkannte ich ihren wahren Wert. Ich lebte mit den Figuren, lachte und weinte mit ihnen und verlor mich in ihren Geschichten. Bücher öffneten mir Türen zu Gedanken und Gefühlen, die kein Film jemals in derselben Tiefe vermitteln konnte. Gerade in unserer heutigen Zeit scheint das gedruckte Buch immer mehr in den Hintergrund zu treten. Informationen sind überall verfügbar, Geschichten lassen sich mit einem Fingertipp abrufen und vieles spielt sich nur noch auf Bildschirmen ab.

Doch wir glauben fest daran, dass ein Buch weit mehr ist als bedrucktes Papier. Ein Buch hat Gewicht – nicht nur in den Händen, sondern auch im Herzen. Es begleitet Menschen über Jahre hinweg, wird immer wieder zur Hand genommen und bewahrt Erinnerungen zwischen seinen Seiten. Es lädt zum Nachdenken ein, schenkt Trost, weckt Hoffnung und eröffnet neue Perspektiven.

Genau das möchten wir mit unserem Verein „Lesezauber“ weitergeben.

Wir möchten Menschen wieder für das Lesen begeistern und ihnen zeigen, dass Bücher Brücken bauen können – zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Gedanken und Gefühlen, zwischen Menschen und ihren Herzen.